Tel.-Nr. 0 22 26 - 92 56 56

Lernen lernen: visuelle Fähigkeiten im Alltag

Bildhaftes Wahnehmen, Verarbeiten und Erinnern ist für erfolgreiches Lernen in nahezu allen Fächern und Fertigkeiten von wichtiger und zum Teil zentraler Bedeutung. In der Lerntherapie oder dem Lerncoaching arbeiten wir viel inhaltsspezifisch, das heißt, gezielt an dem Leistungsbereich, der Schwierigkeiten bereitet. Neben speziellen Aufgaben für Zuhause können visuelle Fähigkeiten auch einfach im Alltag gestärkt werden.

  • Sachen, Tiere, Menschen vorstellen, die man mag, wenn sie gerade nicht da sind und einander beschreiben (Farbe, Form, Lage, Umgebung, Körperhaltung usw.)
  • bekannte Wege im Kopf »gehen«, z. B. durchs Zimmer, durch die Wohnung, zum Freund, zur Oma, usw.. Merkmale, Richtungswechsel u. ä. am Weg beschreiben
  • Sachen, Tiere, Menschen ausdenken (Schwan mit roten Punkten, bunt bemaltes Haus, fliegende Stühle, Raumschiffe, usw. – Phantasie ist gefragt und erlaubt)
  • Buchstaben/Zahlen mit dem Körper darstellen
  • Druckbuchstaben (klein/groß) groß auf eine Karteikarte schreiben – gemeinsam schauen, wonach es aussieht, z. B.
    • X (Hampelmann, Kreuzung, …)
    • h (Stuhl, …)
    • i (Streichholz, …)
    • 2 (Schwan, …)
  • Gestalten finden in z. B. Wolken, Rissen einer Mauer, Holzstrukturen usw.
  • Lösungen ausdenken (z. B. vom Bett aus die Tür aufmachen), vorstellen, wie kann das gehen, in der Vorstellung experimentieren. Es gibt dabei weder richtig noch falsch, jede Idee ist gut. Fragen, die von selbst auftauchen (wie geht …?) können dafür aufgegriffen werden
  • Vorgänge (ein Vogel schlüpft aus dem Ei, ein Baum wird gepflanzt, Zähne putzen, …) vorstellen und den Ablauf beschreiben
  • Werbung (unterwegs) anschauen (wie sieht es aus, gefällt es mir, schon vorher gesehen, …) sich später nochmals daran erinnern
  • etwas bauen (3-dimensional, auch: nach Vorlage), puzzlen, Memory spielen
  • »Ich sehe was, was Du nicht siehst …« spielen
  • Bilderbücher in Ruhe betrachten oder auch Landkarten im Atlas, beschreiben
  • beim Ausräumen der Spülmaschine oder des Einkaufskorbes Gegenstände nach bestimmten Merkmalen aufreihen (Töpfe nach Größe, Tassen nach Farbe, Besteck nach Form …)
  • Gläser »halb« füllen oder mehr als halb, weniger als halb.
  • gemeinsames einkaufen – Kind holt nach Beschreibung bestimmtes Gemüse, Obst, usw.
  • Kleidung im Schrank nach selbst bestimmten Merkmalen sortieren – Farbe, Muster, Art, …
  • auf einem Spaziergang sich gemeinsam umschauen, Blätter sammeln, Käfer und Vögel beobachten und (Zuhause) in Büchern bestimmen
  • Zuhause oder unterwegs: alles finden das rund ist, 3-eckig, rot, usw.
  • Fotografieren, vorher das Motiv im Sucher »gestalten«

Bei all diesen Anregungen spielt das Sehen eine wichtige Rolle. Es gibt nicht richtig / falsch, jede Idee/Vorstellung ist gut. Spielerisch und locker, mit Spaß und Neugier.

Mit der Zeit fällt es immer leichter, den Alltag ganz selbstverständlich mit Anschaulichem zu bereichern.

Ähnliche Beiträge

Junge Uni der Universität Bonn

Die »Junge Uni« der Universität Bonn bietet auch Veranstaltungen für Schülerinnen und Schüler an. Dazu gehört die Kinder-Uni mit Vorlesungen für Kinder zwischen 8 und 13 Jahren, die wieder ab Januar 2020 startet. Auf den Wissenschaftsrallyes für Jugendliche zwischen 13 und 17 Jahren werden zu unterschiedlichen Themen wie Pflanzen, Fossilien und Edelsteine, Roboter, Sonnensysteme und […]

Mehr erfahren

Bewegung!

Bewegung ist gesundheitsfördernd, sollte das Selbstbewusstsein stärken und vor allem: Spaß machen. Darüber hinaus gibt es auch direkte körperliche und förderliche Auswirkungen von Bewegung – auch auf das Lernen: Aktivierung eines größeren Teils des Gehirns, Vernetzung von Nervenbahnen: vermehrte Bildung von Neurotrophinen, Anregung des Wachstums von Nervenzellen, Steigerung synaptischer Verbindungen, komplexeres Denken wird gefördert. Abbau […]

Mehr erfahren

Mitarbeit im Unterricht: Der ungewollte Ruf

Wen macht es glücklich, in der Klasse dranzukommen ohne aufgezeigt zu haben? Wieviele Schüler einer Klasse freuen sich darauf? Wohl eher wenige. Nun mag eingewendet werden, es gehe ja nicht darum, Schüler damit froh zu machen. Aber – worum geht es dann? Möglicherweise um »Motivation«. Hausaufgaben zu machen. Aufzupassen. Mitzudenken. Die Mitarbeit im Unterricht. Bei genauerem […]

Mehr erfahren

Diese Website benutzt Cookies. Wenn Sie die Website weiter nutzen, stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu.
This website uses Cookies. If you continue to use the Website, you consent to our use of cookies. Mehr erfahren

Die Cookie-Einstellungen auf dieser Website sind auf "Cookies zulassen" eingestellt, um das beste Surferlebnis zu ermöglichen. Wenn du diese Website ohne Änderung der Cookie-Einstellungen verwendest oder auf "Akzeptieren" klickst, erklärst du sich damit einverstanden. Mehr Informationen auf der Seite Datenschutz

Schließen