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Ansichtssache!

„(…), dass Realität nicht das ist, was sie uns zu sein scheint, sondern eine soziale Konstruktion sozialer Akteure.“ (Arist von Schlippe et al., 1995)

Realitäten werden konstruiert – sie existieren nicht unabhängig vom Betrachter, nicht »an sich«.

Einstellungen und Bewertungen sind Teil der Bausteine, mit denen wir unsere Realität aufbauen und daher von zentraler Bedeutung für das eigene Erleben. Es ist ausschlaggebend, wie wir Ereignisse »sehen« und einordnen.

So können wir beispielsweise der selben Reihe zu erledigender Aufgaben als »Herausforderung« begegnen, die unsere Kreativität anregt und Chance für befriedigende Erfolgserlebnisse ist oder als bedrohliche Hürde, die uns erschöpfen und gefangen nehmen wird.

Es kann Kritik einer Lehrerin als Entmutigung und Mangel an Verständnis aufgefasst werden – oder aber als Zutrauen und Hilfe, das eigene Leistungsvermögen weiter zu entwickeln.

Bei mehreren Möglichkeiten der »Sicht der Dinge« ist es daher oftmals sinnvoller zu fragen: Welche Sichtweise ist hilfreich? Und nicht: Wer hat Recht?

Aussagen und Gedanken können demnach danach geprüft werden, ob sie

  • Stress (weiter) steigern und Handeln blockieren oder aber
  • Selbstwert und Handlungskompetenz fördern

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