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Hohe Begabung gleich gute Schulleistungen?

Hochbegabung und Schule:

Eine hohe Intelligenz bedeutet tatsächlich nicht automatisch gute Schulleistungen. Dies zu wissen kann Eltern, Lehrern und den Kindern helfen, zu verstehen statt zu (ver-) zweifeln.

Ursachen

Es seien hier 4 Aspekte genannt, die mit verantwortlich sein können, wenn Schüler/innen unter ihren Möglichkeiten bleiben.

Langeweile

Kommt es bei Hb Kindern zu Langeweile, weil der Unterricht für sie zu viele Wiederholungen enthält bzw. nicht schnell genug vorangeht, kann es sein, dass die Schüler abschalten. Und dann bspw. malen oder beginnen den Unterricht zu stören, und so schließlich auch für sie Wichtiges nicht mitbekommen. Daher ist bei auffälligem Verhalten neben Über- auch eine mögliche Unterforderung zu betrachten.

Selbstwert

Für erfolgreiches, gelungenes Lernen ist immer auch Selbstvertrauen und Selbstwert wichtig. Hb Kinder kennen mitunter, sich als »anders« zu erleben. Ohne dafür einen Grund – und schon gar keinen »guten« Grund – zu kennen. Das kann zu einem »mit mir stimmt etwas nicht«-Gefühl führen verbunden mit Mangel an Zutrauen und Versagensängsten. Die Kinder beteiligen sich möglicherweise nicht mündlich, haben in Arbeiten Angst (Stressreaktion als Leistungsminderer). Neben dem Rückzug kann es auch zu aggressivem Verhalten kommen.
Nicht selten zeigen die Kinder auch eine besondere Sensibilität; Lautstärke, Streit, Gefühle anderer u.ä. können sie besonders beeinträchtigen, beschäftigen und in Stress bringen.

Lerntechniken

Ein wichtiger Punkt! Nur aus der Kombination von Intelligenz und den richtigen Lerntechniken kann gute Leistung entstehen. Im Bild: Wenn ich den Nagel mit einer Zange in die Wand schlagen will, hilft auch das beste Potenzial nicht. Lernen bedeutet auch insbesondere Anwendung von Werkzeugen. Hb Kinder mit LRS haben bspw. zumeist nicht das richtige Schreib»werkzeug«.
Diese Diskrepanz zwischen Potenzial und Leistung lässt Kinder oft verzweifelt werden, der Selbstwert sinkt (»ich bin zu doof«) und ein belastender »Teufelkreis« kann beginnen. Auch innerhalb der Familie. Um dies zu erkennen hilft, das Profil der Ergebnisse eines gängigen Intelligenztests (bspw. den WISC-IV oder AID2) richtig »lesen« zu können.

Umfeld

Und natürlich reagieren Hb Kider wie andere auf Konflikte in ihrem Umfeld, wie der Familie oder unter Gleichaltrigen (Hänseleien z. B., vielleicht wegen des »Anders«-Seins).

Unterstützung

Entsprechend der genannten Hintergründe von Underachievement / Schulversagen kann die Unterstützung aussehen, also zum Beispiel

  • Enrichment bzw. Akzeleration in der Schule.
  • Anerkennung und Wertschätzung verstärken – gegenüber den Fähigkeiten, der eigenen Art zu denken, der Sensibilität, usw..
  • Lerncoaching (nicht selten bzgl. visuell-ganzheitlicher Wahrnehmung und Verarbeitung).
  • Beratung, Eingreifen bei Mobbing.

Bei Fragen, für eine Testdiagnostik und zur individuellen Unterstützung melden Sie sich gerne in meiner Praxis.

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