Dipl.-Psych. Nicole Ernst, Psychologische Lerntherapeutin BDP

Ein Intelligenztest?

Oftmals tragen Eltern sich schon eine Weile, manchmal Monate oder Jahre mit dem Gedanken, einen Intelligenztest für ihr Kind durchführen zu lassen. Und es ist verständlich und richtig, nicht »einfach so« zu testen. Es geht darum, in wie weit es eine konkrete Fragestellung gibt, bei der ein solcher Test (oder auch andere Testdiagnostik) helfen können. Was also könnte für einen IQ-Test, ein Begabungsprofil, sprechen? Wie kann ein solcher Test bei der Förderung der Entwicklung gezielt unterstützen? Und bei welchen Schwierigkeiten könnte er helfen, diese zu verstehen und anzugehen?

Verhalten erklären

Unkonzentriertheit, träumen, ablenken, vermeiden von Schularbeit und Hausaufgaben, stören im Unterricht, Schulstress – die wichtige Frage lautet: Was steckt dahinter? Was sind die Gründe für das Verhalten? Neben der Exploration der Situation, also dem gezielten Ergründen der Ursachen im Gespräch, ermöglicht ein Intelligenzdiagnostikum ergänzend eine fundierte Einschätzung des Entwicklungsstandes in unterschiedlichen Bereichen und liefert neben einem Gesamt-IQ-Wert differenzierte Informationen u. a. über

  • Arbeitsgedächtnis
  • Sprachverständnis
  • Verarbeitungsgeschwindigkeit
  • visuell-räumliches Denken
  • schlussfolgerndes Denken

Sie erhalten ein umfassendes Bild vom (aktuellen) Leistungspotenzial Ihres Kindes. Die Profilanalyse ermöglicht eine Aussage über Stärken und Schwächen und gibt wertvolle Hinweise für eine gezielte Förderung.

Lernprobleme verstehen

Ein IQ Test kann ergänzend zur Diagnostik fraglicher Teilleistungsstörungen wie LRS (Lese-Rechtschreibstörung) oder Dyskalkulie so wie bei anderen Lernschwierigkeiten durchgeführt werden, um ggf. weitere Möglichkeiten der Förderung zu erkennen.

Überdurchschnittliche Begabung bzw. Hochbegabung feststellen

Eine überdurchschnittliche Begabung oder Hochbegabung zeigt sich nicht selbstverständlich in guten Noten, Selbstbewusstsein und sozial-emotionaler Stabilität. Besteht der Verdacht auf eine höhere Begabung, kann ein Test helfen, Klarheit zu gewinnen und damit weitere Unterstützung ermöglichen. Mehr erfahren >>

Schullaufbahnberatung

Ein Test hilft bei Entscheidungen zur Einschulung bzw. weiteren Beschulung und richtigen Schulform durch die Erfassung der aktuellen kognitiven Fähigkeiten Ihres Kindes. In die Empfehlung einbezogen werden dabei auch sozial-emotionale Aspekte, die Feinmotorik sowie Hinweise, wie Sie Ihr Kind unterstützen können.

Intelligenztests

WISC-V

Die WISC-V ist die aktuelle Revision des weltweit am häufigsten eingesetzten Intelligenzdiagnostikums zur Erfassung kognitiver Fähigkeiten von Kinder und Jugendliche der Altersgruppe von 6;0 bis 16;11 Jahren.
Neben dem Gesamtwert ermöglicht die Differenzierung in verschiedene Bereiche (vgl. oben) eine fundierte Einschätzung des Entwicklungsstandes.

WPPSI-III

Die WPPSI-III stellt einen Intelligenztest zur Erfassung allgemeiner und spezifischer kognitiver Fähigkeiten von Kindern zwischen 3;0 und 7;2 Jahren dar. Mit der WPPSI-III kann ein Gesamt-IQ als Maß für den kognitiven Entwicklungsstand eines Kindes im Vorschulalter bestimmt werden. Zusätzlich können vier weitere übergeordnete Werte berechnet werden: Verbal- und Handlungsteil, Verarbeitungsgeschwindigkeit und Allgemeine Sprachskala. 

CFT 20-R

Der CFT 20-R erfasst das allgemeine intellektuelle Niveau. Altersgruppen: Kinder und Jugendliche von 8;5 bis 19;11 Jahren; Erwachsene von 20 bis 64 Jahren. Einsetzbar in der Hochbegabtendiagnostik sowie Förderdiagnostik. 

Rufen Sie mich gerne an, wir können Fragen vorab telefonisch klären. Tel. 02226 – 92 56 56

Anfahrt (Link zu Google Maps)
Die Praxis liegt gut erreichbar im Gewerbepark Nord in Rheinbach. Praxisparkplatz.

Anfahrt Fachpraxis für Lerntherapie & Beratung sowie IQ Test, Diplom-Psychologin Nicole Ernst

Ähnliche Beiträge

Belohnung als Motivation – hilft das?
Lese-Tipp

In der Familie, in Schule und Kindergarten – überall stellt sich Erwachsenen bisweilen die Frage, wie sie Kinder zu bestimmten Verhaltensweisen, wie z. B. Lernen, motivieren können. Gerne wird das Belohnungsprinzip angewendet, also Süßigkeiten, Sternchen, usw. für bestimmtes Verhalten. Nicht wenigen Eltern ist aus meiner Erfahrung dabei eigentlich nicht ganz wohl. Die Soziologin und Familientherapeutin […]

Mehr erfahren

»Konzentrier Dich!«

Wer hat es nicht schon selbst gehört oder gesagt. »Konzentrier Dich!« Die Wortwahl hat eine knappe Schärfe und häufig hilft’s ja auch – eine kurze Erinnerung an sich selbst oder andere, was ‚eigentlich‘ gerade zu tun ist, und weiter geht’s. Was aber, wenn »Konzentrier Dich!« zu einer gefühlten Endlosschleife wird, die nicht hilft? Wenn der […]

Mehr erfahren

Hat mein Kind ADS / ADHS ?

Zunächst ist wichtig zu wissen: es gibt keinen ADS / ADHS – Test, der das Vorliegen einer Aufmerksamkeitsdefizitstörung mit Sicherheit klärt. Vielmehr werden Merkmale abgefragt bzw. Checklisten durchgegangen. Dort wird dann bspw. erfragt, ob ein Schulkind uneinsichtig ist, schnell wütend wird, sich rasch ablenken lässt, klug ist und dennoch Lernprobleme hat, im Unterricht »träumt« usw.. […]

Mehr erfahren